Keine Kompromisse

19. Januar 2022

Interview mit den Geschäftsführern Björn Svanström und Rainer Littig

Wie gehen Sie in das Jahr 2022? Sehr zuversichtlich, vorsichtig optimistisch oder eher verhalten?

Björn Svanström: Grundsätzlich optimistisch und zuversichtlich, allerdings nach wie vor mit dem Unsicherheitsfaktor Corona.

Rainer Littig: Ich blicke auch sehr positiv gestimmt in das neue Jahr. Wir haben die letzten zwei Jahre unter Corona-Bedingungen bei der KPS ganz glimpflich überstanden. Es wäre trotzdem schön, wenn wir endlich „back-to-normal“ kämen.

Auf welche Entwicklung bei der KPS sind Sie besonders stolz?

Björn Svanström: Dass wir als Servicetechniker nach wie vor ausschließlich ausgebildete Elektrofachkräfte einsetzen, anders als in der Branche bei anderen Firmen üblich. Wir machen da keine Kompromisse, denn es geht um die Sicherheit und das Leben von Menschen. Unser Recruiting-Team muss sich da mittlerweile ganz schön anstrengen. Wir investieren deshalb auch deutlich mehr in das Employer Branding und die Personalgewinnung im Vergleich zu den Vorjahren. Das geht von Multichannel-Job-Postings, Online- und Social Media-Kampagnen bis hin zu Direct Search. Und wenn es die Lage zulässt, werden wir auch wieder an Jobmessen teilnehmen.

Rainer Littig: Durch viele neue Dienstleistungen wie beispielsweise die Prüfung von E-Ladesäulen steigt auch der Bedarf an Know-how seitens unserer Verantwortlichen Elektrofachkräfte (VEFK) und Schulungsleiter. Deshalb sind wir sehr stolz auf unser hauseigenes Schulungszentrum, welches wir, sowohl personell als auch durch Weiterbildungen unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, weiter ausgebaut haben. Und auch die Räumlichkeiten wurden erweitert.

Wie sehen Sie die Marktentwicklung?

Rainer Littig: Der Markt bietet nach wie vor sehr viel Potential, sowohl was die Branchen betrifft, als auch im Hinblick auf unsere Geschäftsfelder. Somit bieten sich auch unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen viele Möglichkeiten in ganz unterschiedlichen Bereichen zu prüfen und sich so weiter zu entwickeln.

Björn Svanström: Wir schauen in der Tat ständig über den Tellerrand und erschließen uns neue Geschäftsfelder und Leistungen. Wie bereits erwähnt ist dabei das Thema E-Mobilität ganz vorne. Die Zahl der E-Ladestationen steigt, politisch und gesellschaftlich gefördert und gefordert, kontinuierlich an. Es müssen also nicht nur bestehende Ladesäulen geprüft, sondern auch installiert und repariert werden. Da geht es um Ersatzteilversorgung mit einer entsprechenden Logistik dahinter. Auch das können wir bundesweit abbilden.

Und wie sieht es bei der KPS aus in Sachen E-Mobilität?

Björn Svanström: Wir bieten im Rahmen eines Pilotprojekts einigen Mitarbeitergruppen auch Hybridfahrzeuge an. Das ist sicherlich für einige durchaus eine Option. Wer allerdings bei sich zuhause keine Lademöglichkeit hat, für den kann es schon schwierig werden. Womit wir wieder beim Thema sind, der zu geringen Zahl an Ladestationen.

Rainer Littig: Trotz des großen Interesses an solchen Fahrzeugen, ging bis jetzt noch keine Bestellung bei der KPS-Fuhrparkleitung ein. Viele geschäftlich genutzte Hybrid-Fahrzeuge werden praktisch nicht elektrisch gefahren. Das wollen wir nicht unterstützen. Deshalb muss bei uns die notwendige Infrastruktur für eine regelmäßige Ladung nachgewiesen werden. Wenn man kaum Lademöglichkeiten hat und dafür noch öfter fossilen Brennstoff tanken muss, macht ein Hybrid weder Spaß noch Sinn.

Was hätten Sie bei der KPS vor fünf Jahren nicht für möglich gehalten, was heute normal ist?

Björn Svanström: Ganz klar der Umfang und Aufwand an Recruiting-Maßnahmen. Während es früher reichte, eine Stellenanzeige zu schalten, müssen wir heute die ganze Klaviatur bespielen.

Rainer Littig: Die außergewöhnliche Flexibilität der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, vor allem im Hinblick auf die Bewältigung der Pandemie und die sich ständig ändernden Vorschriften und Maßnahmen. Vieles ist dabei normal geworden, was uns vor Jahren noch merkwürdig oder fast unmöglich vorgekommen wäre.

Zum Abschluss noch eine persönliche Frage, die vor allem am Jahresanfang gerne gestellt wird: Von welcher unliebsamen Gewohnheit möchten Sie sich in diesem Jahr gern verabschieden?

Björn Svanström: Von der mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangenen Gewohnheit, Maske zu tragen.

Rainer Littig: Wie wahrscheinlich viele von uns, habe ich mir vorgenommen, mich mehr zu bewegen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren muss ich mich dieses Mal wirklich daran halten, denn seit einiger Zeit haben wir einen Hund und der will jeden morgen eine Runde drehen – mit mir.

Herr Svanström, Herr Littig, herzlichen Dank Ihnen beiden für das Gespräch.